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Mittelalter Topliste
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Ausgabe 2 - Gottfried von Boullion

Ausgabe Nr. 02/2010 Web-Zeitung für Freunde des Mittelalters Sonntag, 15. August 2010


Gottfried von Bouillon führte den 1. Kreuzzug an, erobert im Juli 1099 Jerusalem und schlägt im August die Ägypter bei Askalon.
geboren: um 1060
gestorben. 18.07.1100

Gottfried von Bouillon (französisch Godefroy de Bouillon; * um 1060; † 18. Juli 1100 in Jerusalem) war ein Heerführer beim Ersten Kreuzzug; nach der Eroberung Jerusalems wurde er der erste Regent des neu gegründeten Königreichs Jerusalem, lehnte allerdings die Königswürde ab. Seine Eltern waren Eustach II., Graf von Boulogne, und Ida, Tochter des Herzogs Gottfried III. von Niederlothringen († 1065).

Die Jahre in Europa

Gottfried von Bouillon wurde von seinem Onkel Herzog Gottfried IV. von Niederlothringen († 1076) als Nachfolger bestimmt, doch 1076, im Todesjahr des Herzogs, übergab ihm König Heinrich IV. lediglich die Mark Antwerpen, die Teil der Herrschaft Bouillon war. Dennoch kämpfte er für Heinrich an der Elster und im Investiturstreit gegen Rom, so dass ihm 1089 das Herzogtum Niederlothringen dann doch noch zu Lehen gegeben wurde. 1077 hatte Gottfried die Festung Bouillon belagert, wodurch er seinen Zunamen bekam.

Lothringen war stark durch die Cluniazensische Reform beeinflusst, und Gottfried war der Überlieferung nach ein frommer Mann, nach den Maßstäben seiner Zeit. Obwohl er unter Heinrich IV. gegen den Papst gekämpft hatte und gegen den Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden, verkaufte er seinen gesamten Besitz und schloss sich 1095 nach der Synode von Clermont dem Ersten Kreuzzug an.

Erster Kreuzzug

Gemeinsam mit seinen Brüdern Eustach III. und Balduin von Boulogne (dem zukünftigen Balduin I. von Jerusalem) führte er ab August 1096 eine etwa 20.000 Mann starke Armee von Lothringen den Rhein und die Donau entlang auf den Balkan. Nach einigen Kämpfen in Ungarn, wo es ihm nicht gelang, seine Männer im christlichen Land an Plünderungen zu hindern, erreichte er im November als erster Kreuzfahrer Konstantinopel. Sehr schnell geriet er in Konflikt mit dem byzantinischen Kaiser Alexios I., der die vor den Toren seiner Stadt auftauchenden „befreundeten Ritter“ mit äußerstem Misstrauen betrachtete und von Gottfried einen Lehnseid auf das byzantinische Kaiserreich verlangte, damit Konstantinopel sicher blieb und alle Gebiete, die die Kreuzfahrer von den Moslems erobern würden, unter seine Oberhoheit gerieten. Wahrscheinlich legte Gottfried den Eid im Januar 1097 ab, wie auch die meisten anderen Heerführer der Kreuzzüge auf ihrem Weg durch Konstantinopel.


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Mit dem Zusammentreffen der Kreuzfahrer in Konstantinopel wurde Gottfried zu einer Nebenfigur im Kreuzzug, da von da an Bohemund von Tarent und Raimund IV. von Toulouse den Lauf der Ereignisse bestimmten. Gottfrieds einzige erwähnenswerte Leistung in dieser Zeit war sein Beitrag bei der Befreiung von Bohemunds Armee in der Schlacht von Doryläum am 1. Juli 1097, wo dieser von den Seldschuken unter Kılıç Arslan I. eingekesselt worden war. Dabei war Gottfrieds Armee ebenfalls umzingelt, bis eine weitere Kreuzfahrergruppe unter Adhemar de Monteil, dem Bischof von Le Puy-en-Velay und päpstlichen Legaten für den Kreuzzug das Lager der Seldschuken angriff.

1099, nach der achtmonatigen Belagerung und schließlichen Einnahme von Antiochia, entstand unter den Kreuzfahrern Uneinigkeit über das weitere Vorgehen. Die meisten Fußsoldaten wollten weiter nach Süden, nach Jerusalem, doch Raimund, der nach dem Tod Adhemars als ranghöchster Adliger der Anführer des Kreuzzugs war, zögerte im Streit mit Bohemund mit dem Weitermarsch. Gottfried nutzte die Zeit, um seinen Bruder Balduin, der inzwischen in den Besitz der Grafschaft Edessa gelangt war, in dessen Hauptstadt zu besuchen. Er vereinigte sich erst kurz vor dem endlichen Aufbruch nach Jerusalem (Januar 1099) bei Maara wieder mit dem Hauptheer.

Im Februar 1099 nahm Gottfried an der Belagerung der Burg Arqa nahe Tripolis teil. Während dieser schloss sich ihm Tankred von Tarent, der sich mit Raimund zerstritten hatte, an und trat zu ihm in ein besonderes Treue- und Dienstverhältnis. Dies kam der Stellung Gottfrieds wesentlich zugute. Dem Murren des nach Jerusalem drängenden Heeres nachgebend, war es schließlich auch Gottfried, der entgegen dem Willen Raimunds am 15. Mai 1099 die Aufhebung der Belagerung Arqas veranlasste.

Bei der Belagerung von Jerusalem fand Gottfried Gelegenheit sich besonders hervorzutun. Am Nachmittag des 15. Juli 1099 drang er mit den Seinen als erster in die Stadt ein.

Nachdem Raimund von Toulouse die Königskrone von Jerusalem abgelehnt hatte, weil er sich nicht in der Stadt zum König krönen lassen wollte, in der Jesus Christus die Dornenkrone getragen hatte, fand Gottfried einen Ausweg, indem er sich "Beschützer des heiligen Grabes" (advocatus sancti sepulchri) nennen ließ. Damit konnte er seiner weltlichen und geistlichen Führungsposition gerecht werden: Er war (weltlicher) Herrscher der Stadt und hatte dennoch dem geistlichen Charakter dieser Machtstellung Rechnung getragen.

 

 

 

 


Quellen:
http://de.wikipedia.org 
http://www.uni-protokolle.de

Bild: Gottfried von Bouillon (Hofkirche Innsbruck)
Quelle: eigenes Werk von Dralon

Da er der erste Herrscher über Jerusalem war wurde Gottfried später idealisiert: er wurde bezeichnet als Anführer des Kreuzzugs König von Jerusalem und der Gesetzgeber der die Schwurgerichte in Jerusalem einführte und er wurde unter die idealen Ritter aufgenommen die als die Nine Worthies (etwa: Neun Würdige) bekannt sind. Tatsächlich war es nichts von alledem. Adhemar Raimund und Bohemund führten den Kreuzzug Balduin war der erste König und die Schwurgerichte das Ergebnis einer schrittweisen Entwicklung.

Gottfrieds Rolle im Kreuzzug wurde von Albert von Aix beschrieben dem anonymen Autor der „Gesta Francorum“ und von Raimund von Agiles. In der Romanliteratur war Gottfried der Held zweier französischer „chansons de geste“ die den Kreuzzug behandeln das „Chanson d’Antioche“ und das „Chanson de Jerusalem“. Seine Familie und sein Leben vor dem Kreuzzug wurden ebenso Thema von Legenden. Sein Großvater sei Helias Ritter des Schwans einer der Brüder deren Abenteuer in dem Märchen „Die sieben Schwäne“ einer Abwandlung der Lohengrin -Legende erzählt werden.




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